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Gefahren und Nachteile

Nachteile und Gefahren bei unsinnigen "wilden" Spliten

Übermäßiges, nicht an der wirklichen Geschäftsentwicklung orientiertes HerabSpliten einer Aktie, das nur oder vornehmlich auf einen kurzfirstig optisch wieder niedriger scheinenden Aktienkurs aus ist, kann auch gefährlich sein, wie unzählige Beispiele zu Hochzeiten der Neuen Wirtschaft offenbart haben.

Beispielfall "JDS Uniphase"

Ein Beispiel hierfür ist die US-Aktiengesellschaft JDS Uniphase. Der Glasfaserspezialist Splitete in den Jahren 1996 bis 2000 fünfmal seine Aktie - die Zahl der Aktien multiplizierte sich insgesamt um den Faktor 32. Der Kurs belief sich zur Zeit des letzten Splits um rund 150 US-$; um die Splits bereinigt hätte er 4.800 $ betragen.

Im Zuge des Kräschs der sogenannten Neuen Wirtschaft ging es auch mit dem Glasfaserspezialisten bergab und 2005 erreichte die Aktie sogar Penny-Stock-Niveau um einen Dollar. (ohne die fünf Splits wäre die Aktie zu diesem Zeitpunkt bei rund 40$ gelegen)

Verschwommene Wahrnehmung

Über den Aktienkurs in diesem Pennystock-Bereich wurde im Aktienhandel von Investoren und Anlegern nicht mehr wahrgenommen, daß der Glasfaserspezialist JDS Uniphase auch 2005 noch einen Börsenwert von über mehr zwei Milliarden Dollar besaß.

Solch ein niedriger Kurs erweckt keineswegs Vertrauen bei den Kapitalanlegern und Investoren.

Fondsverwalter halten sich oft an die zumeist auch in den Fondstatuten und Banner 25 Anlagekriterien festgeschriebene Regel, die es ihnen verbietet, Aktien unter der Marke von fünf Euro zu kaufen. Zudem halten sich vor allen Dingen konservative Anleger bei solch niedrigen Kursen zurück.

Gegenmaßnahme Kapitalschnit resp. reverser Split

Wie also die Attraktivität steigern? Bei JDS Uniphase hat man sich dazu entschlossen, einen umgekehrten, einen sog. reversen Split bzw. Kapitalschnit im Verhältnis 1:8 vorzunehmen. Bei solchen reversen, umgekehrten Splits wird die Zahl der ausstehenden Aktien nicht erhöht, sondern verringert, so daß der Preis der einzelnen Aktie nicht billiger sondern teurer wird.

Einige Firmen insbesondere in der neuen Wirtschaft der USA, haben solche Maßnahmen durchgeführt, nur, um aus dem Penny-Sock-Bereich wieder herauszukommen.

In den meisten Fällen sind Kapitalschnite bzw. reverse Splits (vereinzelt auch als "Aktienzusammenlegung" bezeichnet) nicht Gegenmaßahmen solcher eigentlich hochkapitalisierter Firmen, die nur wieder aus dem Penny-stock-Breich wieder herauswollen, sondern ein Alarmsignal hinsichtlich desaströser Geschäftsverläufe und Kursentwicklungen.

Daher schrecken viele Firmen, die zu Hoch-Zeiten der Neuen Wirtschaft kurzfristig Adventskalender 2006 234x60 und übermäßig geSplitet hatten vor einer solchen Maßnamen zurück, da sie von einem Gros der Marktteilnehmer auf den ersten Blick falsch interpretiert werden könnte.

Einige Unternehmen wie z. B. die Aktie mit dem Börsenkürzel (Valorennr.) "COI" müssen solche RückwärtSplits zwingend durchführen, um nicht vom regulären Börsenhandel ausgeschlossen zu werden.

Börsenregularien

So besagen beispielsweise die NASDAQ-Regularien, daß eine Aktie nicht länger als dreißig aufeinanderfolgende Tage unter einem Dollar notieren darf, ansonsten wird die Einleitung eines Ausschlußverfahrens eingeleitet, so daß die betreffende Aktie nicht mehr an der NASDAQ gehandelt werden kann.

Ein Ausweg aus dieser Miserie ist ein reverserer (umgekehrter) Split.

Stand die Aktie beispielsweise vorher knapp unter einem Dollar, so ist sie nach der Maßnahme eines 1:2 (nicht 2:1)-Splites bei fast zwei Dollar und damit wird die Regel, daß eine Aktie nicht längere Zeit unter einem Dollar notieren darf, wieder erfüllt.

siehe auch: Rubrik "Splitverweigerer", Beispiel EM.TV-AG

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